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Ausgabe 6/16

S&G Hand-Express

Wem dient der internationale Terrorismus?

Schlusspunkt ●

„Lasst uns das tausendmal

Gesagte immer wieder sa-

gen, damit es nicht einmal

zu wenig gesagt werde.

Lasst uns die Warnungen

erneuern, auch wenn sie

schon wie Asche in unse-

rem Munde liegen. Denn

der Menschheit drohen

Kriege, gegen welche die

vergangenen nur armse-

lige Versuche sind. Und sie

werden kommen, ohne je-

den Zweifel, wenn denen,

die sie in aller Öffentlich-

keit vorbereiten, nicht die

Hände zerschlagen wer-

den.“

Quellen:

[4]

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/antidiskriminierungsstelle-draengte-polizei-zur-zensur/

|

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/

deutschland/stefan-schubert/neuer-beweis-polizei-wurde-angewiesen-nordafrikanische-herkunft-der-taeter-zu-streichen.html

[5]

http://german.irib.ir/

analysen/beitraege/item/265224-historiker-usa-z%C3%BCchten-terrorgruppen,-um-sie-dann-zu-instrumentalisieren

[6]

www.stern.de/politik/ausland/

terroranschlag-in-aegypten--drei-touristen-bei-schiesserei-in-hotel-verwundet-6639332.html |

www.bz-berlin.de/welt/terror-angriff-auf-hotel-deutscher-in-

hurghada-verletzt |

www.kla.tv/7562

[7]

www.kla.tv/7449

|

www.kla.tv/7383

|

http://de.sputniknews.com/politik/20151221/306638186/russland-syrien-

streumunition.html |

http://domiholblog.tumblr.com/post/114311729044/dochregierungsorganisationen-gegen-syrien

Ist die Lügenpresse Realität?

nsp.

Viele Leitmedien berichte-

ten Anfang Januar von einem

Terroranschlag in Hurghada,

der von IS-Terroristen verübt

worden sei. Im „Stern“ stand:

„Terroranschlag in Ägypten:

Drei Touristen bei Schießerei

in Hotel verwundet. Die An-

greifer sollen Flaggen des IS

bei sich getragen haben.“ Die

„B.Z. Berlin“ jedoch schrieb,

dass „ein ISIS-Angriff auf

ein Hotel stattgefunden hat.“

Schon wurden Möglichkeiten

zu Tatsachen. Medien wie

ZEIT ONLINE, Neue Zürcher

Zeitung, Spiegel ONLINE und

viele mehr berichteten, dass es

sich um einen Terroranschlag

des IS gehandelt habe. Eine

Korrespondentin von Klage-

mauer. TV war vor Ort und

sprach mit betroffenen Per-

sonen. Eine Verantwortliche,

die direkt Kontakt zu den

verwundeten Touristen hatte,

sagte, dass es sich keineswegs

um einen Terroranschlag, son-

dern um einen Lohnstreit zwi-

schen zwei jungen Ägyptern

gehandelt habe. Bei einem der

verletzten Touristen fehlte jede

Bereitschaft zu einem Inter-

view: „Es stimmt nicht eines

von dem, was in den europä-

ischen Medien zu diesem Vor-

fall berichtet wurde“, sagte er.

„Wenn Sie es wirklich ehrlich

meinen, nicht so wie die ande-

ren Medien, die mich interviewt

haben, dann sagen Sie dies un-

bedingt ihren Zuschauern: Es

ist alles eine einzige Lüge!“

Dieser Fall ist nur eines von

vielen Beispielen die zeigen,

dass das Unwort des Jahres

2014 „Lügenpresse“ leider oft

der Realität entspricht.

[6]

Fortsetzung von Seite 1

ea./sc.

Am 23.12.15 verurteilte

Amnesty International (AI) die

russischen Lufteinsätze in Sy-

rien als Kriegsverbrechen. Die-

se Vorwürfe wurden von den

westlichen Medien umgehend

übernommen und weiterver-

breitet. Doch die Anschuldi-

gungen konnten bisher nicht

bestätigt werden. Der Kreml-

sprecher Dmitri Peskow betonte

dagegen bereits am 21.12.15,

dass sich Russland strikt an das

Völkerrecht halte. Für Chris-

toph Hörstel* ist der AI- Bericht

und die westliche Medienkam-

pagne „eine Propaganda-Akti-

on“. Die Beschuldigungen wie

z.B. der Einsatz von „flächen-

deckend wirkenden Waffen in

Zivilgebieten“ sei eine „typi-

sche Aktion der US-Luftwaffe“.

Auch sei die „Syrische Be-

obachtungsstelle für Menschen-

rechte“ als Quelle äußerst un-

seriös. Dieses unterbesetzte

Londoner „Hinterhofbüro“ ver-

breite aufbereitete Geheim-

dienstdaten und sei letztlich ei-

ne parteiische, quasi NATO-

Dienststelle. Weitere Quellen

würden zudem auf einen hohen

Einfluss der CIA und des US-

Außenministeriums bei AI hin-

deuten. Amnesty International

sei Teil des kriegsmäßig einge-

setzten US-Machtapparats.

Auch Francis Boyle** warnte,

dass AI und Amnesty USA

durch Geheimdienste unterwan-

derte „imperialistische Werk-

zeuge“ der USA wären. So galt

z.B. der Amnesty-Bericht 2010

als „moralische Rechtfertigung“

des Libyen-Krieges.

[7]

Amnesty International: ein „imperialistisches Werkzeug“ der USA?

*freier Journalist,

ehemals ARD Sonderkorrespondent

und leitender Redakteur MDR-Aktuell

**Professor für Internationales Recht

und Politikwissenschaft, früheres

Vorstandsmitglied von Amnesty USA

fme.

Dem russischen Historiker

S. Iwanow zufolge instrumenta-

lisieren die USA bereits seit

Jahrzehnten terroristische Orga-

nisationen wie den IS oder al-

Qaida für ihre Zwecke. Dies,

um in unliebsamen Staaten Un-

ruhe zu schaffen und mit den

USA unkooperative Regierun-

gen zu stürzen oder zum Ein-

lenken zu bewegen. Gemäß

Iwanow wird, „durch die

schweigende Zustimmung Wa-

shingtons und manchmal auch

mit der direkten Unterstützung

der USA und ihrer westlichen

und regionalen Verbündeten

[...], der internationale Terroris-

mus über den ganzen Planeten

verbreitet“. Diese Aussage lässt

aufhorchen, denn diese Terror-

organisationen erfüllen tatsäch-

lich auch einen überkontinen-

talen Zweck, welcher direkt

auch auf unsere westliche Ge-

sellschaft abzielt: Durch die

Verbreitung von Angst und

Schrecken, genährt durch re-

gelmäßig wiederkehrende Mel-

dungen und Bilder von Ent-

hauptungen, Massakern und

Zerstörungen von Kulturgü-

tern, soll ein Klima der Furcht

und des Hasses entstehen. Ein

solches Klima ist Vorausset-

zung für den Machterhalt der

Regierenden. Menschen, die

sich nicht fürchten, lassen sich

schwer lenken. Menschen, wel-

che keinen Hass empfinden,

lassen sich nicht für Kriege

einspannen. Also werden künst-

liche Feindbilder geschaffen,

um die Menschheit gegeneinan-

der aufzuhetzen und sie so

von den eigentlichen Gefahren

abzulenken.

[5]

herantanzen, sie dadurch ab-

lenken, um dann Geldbörse

oder Handy zu entwenden“.

Kurze Zeit später intervenierte

die Antidiskriminierungsstelle

des Bundes. Es besteht die Ge-

fahr, dass hierdurch diese Per-

sonengruppen in der Bevölke-

rung unter Generalverdacht ge-

stellt werden. „Wir regen an,

den Hinweis auf die nordaf-

rikanische Herkunft aus der

Pressemitteilung zu streichen“,

heißt es in einem Schreiben,

das der Zeitschrift „Focus“

vorliegt. Ein Polizeisprecher

zum Magazin: „Da nicht aus-

zuschließen war, dass unsere

Formulierung in der Pressemel-

dung als diskriminierende Äu-

ßerung missverstanden werden

könnte, die in keinem Fall beab-

sichtigt war, haben wir uns ent-

schlossen, die Pressemeldung

nachträglich zu ändern.“ Wenn

eine konkret formulierte War-

nung an die Bevölkerung zum

Schutz vor Verbrechen als „dis-

kriminierend“ bezeichnet wird,

dann scheint die Antidiskrimi-

nierung eindeutig ihr Ziel ver-

fehlt zu haben.

[4]

Bertolt Brecht