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Ausgabe 5/15 – Sonderausgabe zu PEGIDA

S&G Hand-Express

rh.

In den Medien und von

den meisten Politikern wird

Pegida als ein fremdenfeind-

liches, rechtsextremes Bünd-

nis und als Gefahr für die

Demokratie dargestellt. So

bezeichnete Bundesjustizmi-

nister Heiko Maas (SPD)

Pegida als „Schande für

Deutschland“ und Innenmi-

nister Ralf Jäger (SPD) droht

sogar mit der Beobachtung

durch den Verfassungsschutz,

sollte sich die Bewegung

verfestigen.

Betrachtet man das Positions-

papier von Pegida, stellt man

fest, dass dort ausdrücklich

die Aufnahme von Kriegs-

flüchtlingen und politisch

oder religiös Verfolgten be-

grüßt wird, ebenso eine

menschenwürdigere Unter-

bringung und bessere Be-

treuung der Asylsuchenden.

Reine Wirtschaftsflüchtlinge

und straffällig gewordene

Migranten sollen dagegen

kein Bleiberecht erhalten.

Der Vorwurf der Auslän-

derfeindlichkeit scheint also

demnach nicht haltbar zu sein.

So stellt sich die Frage, wa-

rum Politiker und Medien

diese Bewegung dermaßen

verunglimpfen und es in einer

Demokratie als Schande be-

zeichnet wird, eine nicht dem

Mainstream entsprechende

Meinung zu vertreten.

Könnte es dafür vielleicht

doch noch einen weiteren

Grund geben?

Es ist bekannt, dass sich die

Bewegung auch gegen andere

Entwicklungen in unserem

Land stark macht, z.B. Ge-

gen Genderismus*, Frühse-

xualisierung und einseitige

Berichterstattung der Main-

stream-Medien.

[4]

Pegida – Eine Schande für Deutschland?

dec.

So wie die Pegida-Bewe-

gung gegen Machtmissbräuche,

egal welcher Art, gerichtet ist,

so war die Protestbewegung

auf dem Maidan in Kiew ur-

sprünglich gegen die illegalen

und korrupten Machenschaften

der Oligarchen* gerichtet. Die-

se Oligarchen wurden für das

große soziale Elend in der Uk-

raine verantwortlich gemacht.

So wie die deutschen Medien

und Politiker – gegen die der

Unmut der Pegida-Bewegung

größtenteils gerichtet ist – die

Pegida-Demos zu ihren Guns-

ten nutzen und Zwietracht un-

ter dem Volk säen, so waren es

gerade die verpönten Oligar-

chen, welche die Euromai-

dan-Demonstrationen zu ihren

Gunsten nutzten: Mit den von

ihnen kontrollierten Medien

und Oppositionspolitikern sta-

chelten sie das Volk gegen die

Regierung Janukowitsch auf.

Gleichzeitig wurde das Volk

von weiteren gewalttätigen

Gruppierungen unterwandert,

was schließlich zur Absetzung

von Staatspräsident Januko-

witsch führte. Was wird nun

das Resultat der für andere

Zwecke instrumentalisierten

Pegida-Bewegung durch Medi-

en und Politiker sein? Das Re-

sultat des Euromaidans ist Fol-

gendes: Die Oligarchen be-

setzen alle wichtigen Ämter im

Land und es wird mit unfass-

barer Brutalität gegen Oppositi-

onelle sowie unschuldige Zivi-

listen im Osten des Landes

vorgegangen – das Volk ist ge-

spalten, mehr denn je.

[3]

Sind Ähnlichkeiten zwischen den Pegida-

und den Euromaidan-Demonstrationen erkennbar?

3.

Was möchten nun die Medien und Politiker mit ihrer

Verunglimpfung der Pegida-Macher und -Demonstrierenden

bezwecken?

Das kann an der Frucht abgelesen werden: Die

Menschen werden gegeneinander aufgewiegelt, die Gemüter

gespalten, es wird zu Gegendemonstrationen aufgerufen oder,

wie ein Internetnutzer kommentiert, Zitat: „Es klingt wie

teile und herrsche.“ Diese Redewendung, die aus dem Latei-

nischen stammt, bedeutet, dass man ein Volk oder eine

Gruppierung in Untergruppen aufspalten solle, damit sie

leichter zu beherrschen bzw. zu besiegen seien. Denn es liegt

in der Natur, dass jedes Volk und jede Gruppierung, die in

Punkt 3 zusammengefasst:

Wird die Pegida-Bewegung von Medien und Politik gezielt

missbraucht? Erstens, um Uneinigkeit und Zwietracht im

Volk zu säen? Zweitens, um auf diese Weise jeden Wider-

stand zu brechen? Und drittens, damit der Machtmiss-

brauch der Medien, der Politiker und der Drahtzieher

dahinter uneingeschränkt fortschreiten und zum Ziel

kommen kann? [2]

sich uneins, bzw. zerstritten ist, leicht besiegt und für andere

Zwecke missbraucht werden kann.

Schlusspunkt ●

S&G befürwortet den ge-

waltfreien Kampf gegen

jegliche Machtmissbräu-

che. Wie sehr dabei aber

die Gefahr einer Islami-

sierung zu gewichten ist,

oder ob andere Gefah-

ren weit schwerwiegender

sind, sei dahingestellt.

Die im Intro und im

Punkt 3 des ersten Arti-

kels zusammengefassten

Gefahren sind derzeit viel

höher einzustufen, als ei-

nerseits die befürchtete

Islamisierung oder ander-

seits die angeprangerte

Fremdenfeindlichkeit.

Helfen Sie mit, diese Zu-

sammenhänge an die Öf-

fentlichkeit zu bringen,

damit das Aufhetzen der

Medien und Politiker ein

Ende nimmt und jede Un-

einigkeit – und ein damit

verbundener möglicher

Bürgerkrieg auch in un-

seren Breitengraden – im

Keim erstickt wird.

Dies – sich nicht gegen-

einander aufhetzen zu

lassen – scheint beson-

ders für die Schlagkraft

von Gruppierungen, wel-

che sich gegen Macht-

missbräuche und für

den Frieden einsetzen,

existentiell zu sein.

Quellen:

[2]

www.kla.tv/5140

|

www.menschen-in-dresden.de/wp-content/uploads/2014/12/pegida-positionspapier.pdf

|

www.epochtimes.de/Pegida-redet-mit-Guenther-Jauch-Kathrin-Oertel-am-Sonntag-erstmals-in-ARD-Talk-a1214930.html

[3]

www.kla.tv/3930

[4]

www.pi-news.net/2014/12/video-grosse-jf-reportage-zur-pegida-dresden-interview-mit-initiator-

lutz-bachmann |

www.sueddeutsche.de/politik/nrw-innenminister-jaeger-ueber-pegida-neonazis-in-nadelstreifen-

1.2263548 | Augsburger Allgemeine Zeitung, 10.12.14, Politik, S. 5: „Das Spiel mit der Angst vor dem Fremden“, von

Simon Kaminski und 16.12.14, Politik, S. 4: „Eine Schande für Deutschland?“

Fortsetzung von Seite 1

Die Redaktion (dd.)

*Auflösung der Geschlechter

*Ein Oligarch ist „einer von

wenigen Herrschenden“

im Land, der durch seinen

Reichtum Macht zu seinem allei-

nigen Vorteil ausübt.