S&G Jahrbuch 2018

7 S timme G egenstimme Nicht gläserne Bürger - gläserne Medien, Politiker, Finanzmogule brauchen wir! Weltgeschehen unter der Volkslupe S&G Klarheit durch intelligente Analytiker Weniggehörtes - vom Volk fürs Volk! frei und unentgeltlich Inspirierend S&G DIE VÖLKER HABEN EIN RECHT AUF STIMME UND GEGENSTIMME Medien müde? Dann Informationen von ... www.KLAGEMAUER.TV Jeden A bend ab 19.45 Uhr mol. Auf seiner Nahostreise im Mai 2017 hatte US-Präsident Donald Trump den Iran verbal mehrmals scharf angegriffen. Der Iran sei für die Instabilität im Nahen Osten verantwortlich, würde Waffen finanzieren und Terroristen, Milizen und andere extremistische Gruppen trainie- ren. Diese Strategie wurde in der Vergangenheit häufig von den USA und der NATO ange- wandt: Man unterstellt seinen Kontrahenten genau die Vorge- hensweise, die man selbst um- setzt. Zum Beispiel wurde 2003 der Irak mit der Begrün- dung angegriffen, Massenver- nichtungswaffen zu besitzen, was sich als Falschmeldung he- rausstellte. Nicht der Irak, son- dern die USA selbst sorgten mit dem Einsatz von Uranmuni- tion für eine Vielzahl von To- ten und verseuchten weite Teile des Landes. Auch bedrohen sie Russland durch eine enorme Verlagerung von Kriegsgeräten und Truppen an dessen Gren- zen, führen ebenso Raketen- tests durch wie Nordkorea und haben mit der Finanzierung des IS einen künstlichen Feind ge- schaffen. Die USA unterstellen dem Iran also genau die Verbre- chen, für welche sie selbst ver- antwortlich sind. Dennoch hat- te Trump in seiner Rede vor der UNO-Generalversammlung im September 2017 den Iran wie- der als „Schurkenstaat“ bezeich- net, der Terror exportiere. Ist nun der Iran der „Schurken- staat“ – oder sieht sich da jemand im Spiegel? [3] 12. januar 2018 Quellen: [1] www.kla.tv/11718 | https: /srf.ch/news/international/proteste-im-iran-rohani-billigt-friedliche-demonstrationen | https://deutsch.rt.com/der-nahe- osten/63028-proteste-im-iran-weiten-sich-aus-revolutionswaechter-getoetet/ [2] www.kla.tv/11727 | https://deutsch.rt.com/programme/echokammer/63171- echokammer-3-iran-proteste-im/ [3] www.kla.tv/10567 | www.kla.tv/3844 | www.kla.tv/11168 ~ Ausgabe 2/2018 ~ mol. Für den Finanzexperten Dirk Müller* sind die von den Medien aufgeführten Gründe für die anhaltenden Proteste im Iran konstruiert. Denn die Arbeitslo- sigkeit in einzelnen europä- ischen Ländern sei viel höher als im Iran – ohne dass dies dort Unruhen auslöse. Das Bruttoin- landsprodukt des Iran sei im letz- ten Jahr sogar um 12% gestiegen – trotz der Sanktionen des Wes- tens! Müller führt die Unruhen im Iran auf Einmischung durch das Ausland zurück: „Das haben wir in den letzten Jahren so oft gesehen, wo Staaten, die uns nicht bequem waren, plötzlich Proteste erlebt haben. USA und Israel unterstützen natürlich die Proteste im Iran massiv (…) Es ist der gleiche Ablauf wie in Syrien und wie in anderen Län- dern des Mittleren und Nahen Ostens in den letzten Jahren. Hier soll eine Regierung gestürzt werden, hier werden entspre- chend Proteste angeschürt. Wir wissen inzwischen längst, wie das in Syrien gelaufen ist, mit welcher Vorbereitung das pas- sierte. (…) Hier wird es jetzt die große Auseinandersetzung ge- ben mit den Saudis, Israel und USA im Verein auf der einen Seite und dem Iran nahestehen- den Ländern auf der anderen Sei- te (…) Das geht hier um Strate- gie, es geht um große Themen und ganz bestimmt nicht um die Eierpreise im Iran!“ [1] INTRO Ab dem 28.12.2017 wurde in den Medien über massive Proteste und Gegenproteste im Iran berichtet. Die westli- chen Leitmedien führten die Unruhen auf wirtschaftliche Probleme, soziale Ungerech- tigkeit und die hohe Jugend- arbeitslosigkeit zurück. Irans Präsident Rohani reagierte ausgesprochen zurückhaltend auf die Proteste und versuchte, auf die Forderungen der Pro- testierenden weitgehend ein- zugehen. Dennoch wird der Iran tendenziell als undemo- kratisch und als Bedrohung für die gesamte Region dar- gestellt. Doch wie sieht es hierzulande aus? Kann man im glorifizierten Westen von Demokratie und sozialer Ge- rechtigkeit sprechen? Sind etwa die Menschen Europas und der USA keinen schwieri- gen Arbeitsbedingungen, so- zialen und finanziellen Belas- tungen ausgeliefert? Wer im Glashaus sitzt, sollte lieber nicht mit Steinen werfen… Die Redaktion (kno./mol./jj.) Unruhen im Iran: „Es geht ganz bestimmt nicht um die Eierpreise!“ Trump und der Iran – sieht sich da jemand im Spiegel? Proteste im Iran – Anzeichen einer Farbrevolution*? dd./ag. Der Ablauf der Protest- aktionen im Iran und deren Dar- stellung in den westlichen Me- dien wiesen deutliche Parallelen zu bereits stattgefundenen Far- brevolutionen in Syrien, Libyen, Armenien, Venezuela und der Ukraine auf: 1. Die Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Situation wird genutzt und ausgeweitet zu einer Protestaktion mit der Forderung nach dem Rücktritt des Präsi- denten. So richteten sich die Pro- teste im Iran immer stärker direkt gegen das politische System. 2. Alle Gesprächsangebote der Regierung werden von den De- monstranten trotz Entgegenkom- men seitens der Regierung zu- rückgewiesen. 3. Ein Teil der Protestierenden wird geschult, die Sicherheits- kräfte zu provozieren oder Pro- testierende werden mit gewalttä- tigen Lohnterroristen unterwan- dert. Auch im Iran wurde der legitime Protest durch eine Gruppe von Randalierern mehr oder weniger vereinnahmt. 4. Die westlichen Leitmedien er- greifen permanent Stellung für die gewalttätigenDemonstranten und erwecken den Eindruck, dass die Toten und Verletzten auf das Konto der Regierung ge- hen. Laut der iranischenNachrich- tenagentur „Mehr News Agency“ seien die meisten der 21 Opfer von Demonstranten getötet wor- den, die bewaffnet waren oder diese durch Vandalismus getötet haben. Fazit: Eine Beobachtung der weiteren Entwicklungen im Iran und der medialen Berichter- stattung anhand der erwähnten Merkmale einer von außen ge- steuerten Farbrevolution ist drin- gend zu empfehlen. [2] „Im Jahr 1953 stürzten die USA und Großbritannien unter dem Code-Namen ‚Operation Ajax’ die legitime Regierung Irans. Der Grund war Öl.“ Malcolm Byrne, stellvertr. Direktor des National Security Archive der George Washington Universität *Farbrevolution: vom Ausland her gesteuerte Protestaktionen zum Zwe- cke eines Regierungsumsturzes *auch bekannt als „Mr. Dax“

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