S und G Jahrbuch 2016

115 Stimme Gegenstimme Nicht gläserne Bürger - gläserne Medien, Politiker, Finanzmogule brauchen wir! Weltgeschehen unter der Volkslupe S&G Klarheit durch intelligente Analytiker Weniggehörtes - vom Volk fürs Volk! frei und unentgeltlich Inspirierend S&G DIE VÖLKER HABEN EIN RECHT AUF STIMME UND GEGENSTIMME Medienmüde?Dann Informationen von ... www.KLAGEMAUER.TV Jeden Abend ab 19.45 Uhr Quellen: [1] www.kla.tv/9315 | https://deutsch.rt.com/international/42465-nato-tagung-in-brussel-standige | https://de.sputniknews. com/politik/20161021313056029-friedensforscher-nato | https://deutsch.rt.com/international/42598- friedensforschungsinstitut- stellt-russische-bedrohung-in Fortsetzung Seite 2 el./mol. Ende Oktober 2016 wurde von den NATO-Verteidigungsministern beschlossen, ab Februar 2017 4.000 Soldaten auf unbestimmte Zeit nach Polen, Estland, Lettland und Litauen zu schicken. Es handelt sich um vier gefechtsbereite Bataillone, die von den USA, Großbritannien, Kanada und Deutschland angeführt werden. Die NATO spricht von „Solidarität für die verunsicherten osteuropäischen Mitgliedsstaaten“, die sich zunehmend vor Russland fürchten würden. Ein Konflikt solle dadurch nicht provoziert, sondern verhindert werden. Doch die NATO-Vergangenheit spricht gemäß dem Schweizer Friedensforscher Dr. Daniele Ganser eine andere Sprache: Ursprünglich 1949 als Verteidigungsbündnis gegen die Sowjetunion und die Warschauer-Pakt-Staaten gegründet, wurde dieses nach deEin Vergleich der Militärausgaben für das Jahr 2015 in Zahlen: NATO: 904,9 Milliarden US-Dollar davon allein die USA: 595,5 Milliarden US-Dollar Russland: 91,1 Milliarden US-Dollar Studie des internationalen schwedischen Friedensforschungsinstituts (SIPRI) INTRO Betrachtet man einen Stierkampf, kann beobachtet werden, dass der Matador (Stierkämpfer) ein immer gleiches Muster anwendet, um den weitaus stärkeren Stier zu besiegen. Er schwenkt beständig ein großes flatterndes rotes Tuch vor der Nase des Tieres. Der Stier hält dies für seinen Feind und rast immer wieder in das Tuch hinein, ohne dem wendigen Mann daneben seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Währenddessen stechen Picadores (Lanzenreiter) dem Stier immer wieder Lanzen in die Seite, die ihn schwächen, bis er irgendwann den Todesstoß empfängt. Was wurde dem Stier zum Verhängnis? Er lenkte seine ganze Aufmerksamkeit, Kraft und Wut auf einen imaginären Feind – das flatternde Tuch – statt auf den Matador, der das Tuch in seinen Händen hielt. Nach dem gleichen Muster werden durch die Medien Feindbilder vorgehalten, die von den eigentlichen Bedrohungen ablenken und letztlich ernste Konsequenzen für das Volk haben. So geschieht es, wenn Russland als „rotes Tuch“ herhalten muss, während die USgeführte NATO Kriegsvorbereitungen zur Durchsetzung ihrer Machtinteressen trifft. Immer wieder wird gerne die Aufmerksamkeit auch auf „böse Diktatoren“ gelenkt, während illegale Eroberungskriege eingefädelt oder Demokratie und Freiheit in westlichen Ländern mit Füßen getreten werden. Diese S&G hilft, die wirklichen Feinde („Matador“und „Picadores“) zu erkennen! liert werden und wurden, die deutlich mehr Achtung für menschliches Leben hätten und für Demokratie kämpften. Dass amerikanische Bomben und Nuklearwaffen in der Vergangenheit jedoch bei weitem mehr Leid und zivile Opfer verursachten als wahrscheinlich diejenigen aller anderen Nationen zusammen, dürfte unbestritten sein. 3. Propagandaspiegel: Der Feind begeht mit Absicht Grausamkeiten; bei uns ist es aus Versehen Christoph Sydow, Nahostredakteur des „Spiegels“, behauptete am 26.10.2016, dass in Aleppo die Zerstörung ziviler Infrastruktur und der Tod von Zivilisten ganz klar zur Kriegstaktik gehöre. Die US-Koalition dagegen versuche bislang, mit Präzisionsschlägen die Infrastruktur des IS auszuschalten. Zivile Opfer seien Begleitschäden. Andererseits deuten verschiedene Untersuchungen auf das Gegenteil hin, z.B. dass die Angriffe auf WohnAleppo und Mossul – Propagandaspiegel belegt Kriegspropaganda dd./ag. Aleppo in Syrien und Mossul im Irak stehen zurzeit im Brennpunkt der internationalen Berichterstattung. Beide Städte sind von Terroristen belagert und es gibt unterschiedliche Bündnisse, um die Städte zu befreien: In Syrien Präsident Assad in Kooperation mit Russland und dem Iran, in Mossul die irakische Armee mit der kurdischen Peschmerga und der US-Luftwaffe. Die Kämpfe um die Städte führen zu großem Leid in der Zivilbevölkerung. Trotz einer vergleichbaren Ausgangslage sind die Unterschiede in der Medienberichterstattung gewaltig. Wenn es um Aleppo geht, wird von abscheulichen Kriegsverbrechen, vor allem vonseiten Russlands, gesprochen, bei Mossul hingegen von einer Offensive zur Befreiung der Stadt. So titelte die „Bild“ am 26. Oktober 2016: „Oh doch, es gibt gute und böse Bomben!“ Der britische Diplomat Lord Arthur Ponsonby (1871–1946) dokumentierte in seinem Buch „Falsehood in Wartime“ (Lügen in Kriegszeiten) aus dem Jahr 1928 Prinzipien der Kriegspropaganda. Der von Ponsonby entwickelte Propagandaspiegel deckt Kriegspropaganda in Meldungen aus Politik und Medien auf: 1. Propagandaspiegel: DerFeindhat dämonischeZüge So z.B. behauptete der Chefredakteur der „Bild“, Julian Reichelt, Putin wolle Aleppo mit 300.000 Menschen dem Erdboden gleichmachen, um seine persönliche Macht zu mehren. Er befehle Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Solche Behauptungen sind jedoch durch das aktuelle Vorgehen Russlands nicht logisch nachzuvollziehen und haben nichts mit einer sachlichen und neutralen Berichterstattung zu tun. 2. Propagandaspiegel: Wir kämpfen für eine gute Sache undnicht für eigennützige Ziele So behauptete Reichelt allen Ernstes, dass amerikanische Bomben und sogar Nuklearwaffen immer schon besser als russische (oder chinesische) waren, weil sie von Politikern kontrolDie Geschichte zeigt: Die NATO provoziert Kriege, anstatt sie zu verhindern ren Zerfall eigentlich überflüssig gewordene Verteidigungsbündnis nicht aufgelöst. Stattdessen bombardierte die NATO 1999 Serbien. Damals habe sich die NATO von einem Verteidigungsbündnis zu einem Angriffsbündnis gewandelt. Das widerspräche der UN-Charta und wäre damit genauso illegal, wie es auch die NATO-Kriege im Irak 2003 und in Libyen 2011 waren. Angesichts dieser geschichtlichen Fakten könne auch den neuesten NATO-Erklärungen, sie wolle Konflikte verhindern und nicht provozieren, nicht geglaubtwerden.[1] ~ Ausgabe 56/2016 ~ 13. November 2016 Die Redaktion (ag./kno./mv.)

RkJQdWJsaXNoZXIy MTY5NDM=